Am Montag, dem 17. August 2026, wurde die Feuerwehr Steeg erneut zu einem Waldbrand alarmiert. Um 09.33 Uhr ging die Meldung bei der Leitstelle Tirol ein, kurz darauf wurde Sirenenalarm ausgelöst. Bereits bei der ersten Erkundung stellte sich heraus, dass es sich um einen anderen Brandherd als beim Waldbrand am 15. August handelte.
Diesmal stand eine Jagdhütte in Flammen. Das Gebäude brannte vollständig nieder und wurde bis auf die Grundmauern zerstört. Die Flammen griffen zudem auf angrenzende Bäume und Wiesenflächen über. Aufgrund des unwegsamen Geländes und des rasch erkannten Ausmaßes wurde zur Unterstützung der Löscharbeiten die „Libelle Tirol“ angefordert.
Neben dem eigentlichen Hüttenbrand konzentrierten sich die Einsatzkräfte auf die Bekämpfung der umliegenden Boden- und Vegetationsbrände. Das Feuer hatte sich teilweise tief in den Waldboden ausgebreitet. Entsprechend aufwendig gestalteten sich die Nachlöscharbeiten, bei denen große Mengen Löschwasser eingesetzt und zahlreiche Glutnester im Boden aufgespürt und abgelöscht werden mussten.
Im Laufe des Einsatzes verschlechterten sich die Wetterbedingungen deutlich. Ein zusätzlich angeforderter Polizeihubschrauber, die „Libelle Vorarlberg“, konnte am Vormittag aufgrund der Wetterlage zunächst nicht von Vorarlberg aus zum Einsatzort starten.
Bis in die späten Nachmittagsstunden standen mehr als 110 Einsatzkräfte im Einsatz. Beteiligt waren die Feuerwehr Gemeinde Steeg, die SLG Grünau sowie die Feuerwehren Holzgau, Elbigenalp, Häselgehr und Bach mit der Lageführung. Unterstützung kam zudem von der Feuerwehr Lechaschau mit der Arbeitsgruppe Bodenbrandbekämpfung, dem Flugdienst Reutte sowie dem Hubschraubertankfahrzeug der Berufsfeuerwehr Innsbruck.
Aufgrund des schwierigen und teilweise unwegsamen Geländes war außerdem die Bergrettung Steeg/Kaisers zur Absicherung der Einsatzkräfte vor Ort.
Beratend standen während des Einsatzes unter anderem Bezirksfeuerwehrkommandant Dietmar BERKTOLD und Abschnittskommandant Romeo LARCHER zur Verfügung.
Gegen 17.00 Uhr waren die eigentlichen Löscharbeiten abgeschlossen und der Rückbau konnte eingeleitet werden. Zur Sicherheit wurden zwei Stilwellbehälter mit Löschwasser über Nacht vor Ort belassen. Zusätzlich wurde bis in die frühen Nachtstunden eine Brandsicherheitswache eingerichtet. In den frühen Morgenstunden des Folgetages begannen die Aufräumarbeiten.
Für die Brandbekämpfung aus der Luft wurden insgesamt 38 Löschwasserflüge mit Bambi-Buckets durchgeführt. Dabei wurden rund 30.400 Liter Wasser zum Brandobjekt transportiert. Zusätzlich wurden 15 Mannschaftstransportflüge mit insgesamt 35 Personen sowie sechs Materialtransporte zum Brandobjekt durchgeführt.
Insgesamt standen 104 Feuerwehrmitglieder und sechs Kräfte der Bergrettung im Einsatz.
Die Brandursache ist derzeit noch unklar. Kurz vor dem Brandausbruch zog ein starkes Gewitter über Steeg. Ein Zusammenhang mit dem Unwetter kann derzeit nicht ausgeschlossen werden.















