Am Donnerstagabend, dem 02. April 2026, lud der Bezirksfeuerwehrverband Reutte ins Hotel Goldener Hirsch in Reutte zu einem Dankeschön Essen ein. In geselliger Atmosphäre kamen Bewerbsteilnehmer:innen, Ausbildner, Unterstützer und Bewerter zusammen, um gemeinsam auf die Leistungen rund um das Funkleistungsabzeichen (FULA) zurückzublicken und ein herzliches Dankeschön für das große Engagement im Bezirk Reutte auszusprechen.
Am Freitag, den 27. März 2026, fand an der Landes-Feuerwehrschule Tirol in Telfs ein äußerst informatives Seminar der Österreichischen Feuerwehr- und Katastrophenschutzakademie (ÖFKAD) zum Thema Vegetationsbrandbekämpfung statt. Die Teilnehmenden erhielten dabei wertvolle Einblicke in aktuelle Taktiken, Einsatzgrundsätze und Entwicklungen im Bereich der Vegetationsbrände.
Aus dem Bezirk Reutte nahmen neben dem Sachgebietsleiter für Flugdienst und Vegetationsbrandbekämpfung, Matthias PUERSTL, auch mehrere Mitglieder der Arbeitsgruppe Vegetationsbrandbekämpfung teil. Vertreten waren die Feuerwehren Zöblen, Forchach, Stanzach, Lechaschau, Lermoos, Grän und Höfen. Darüber hinaus besuchte eine Abordnung der Feuerwehr Reutte gemeinsam mit Abschnittsfeuerwehrkommandant Alexander AMMANN die Veranstaltung.
Das Seminar der ÖFKAD zur Vegetationsbrandbekämpfung bot den teilnehmenden Feuerwehren aus dem Bezirk Reutte wertvolle fachliche Vertiefung und stärkte das gemeinsame Verständnis moderner Einsatzstrategien. Durch kontinuierliche Weiterbildung können die Einsatzkräfte Vegetationsbrände künftig noch effektiver, koordinierter und sicherer bewältigen – ein spürbarer Gewinn für die Einsatzqualität, die Zusammenarbeit im Bezirk und die Sicherheit der Bevölkerung in Reutte.
Am Sonntag, den 22. März 2026, wurden die Feuerwehren Nesselwängle und Reutte zu einem Gefahrguteinsatz in einem Hotel in Nesselwängle alarmiert. Laut ersten Meldungen kam es zur Freisetzung von Chlorgas, nachdem Chlor mit einem pH-Senker vermischt wurde.
Die Feuerwehr Nesselwängle erkundete unter Atemschutz den betroffenen Raum und schuf eine Abluftöffnung. Die Feuerwehr Reutte unterstützte anschließend bei der Entfernung der Chlorgasbehälter sowie bei der Belüftung des Hotelgebäudes.
Da sich zum Zeitpunkt des Vorfalls keine Gäste im Hotel befanden, waren keine weiteren Maßnahmen erforderlich. Nach etwa einer Stunde konnte Entwarnung gegeben und der Einsatz beendet werden.
Im Einsatz standen die Feuerwehren Nesselwängle und Reutte, die Polizei Grän sowie das Rote Kreuz mit Rettungswagen und Einsatzleiter. Zusätzlich wurde der Einsatz durch den Abschnittskommandanten des Tannheimertals, den stellvertretenden Bezirksfeuerwehrkommandanten sowie den Bezirksfeuerwehrinspektor unterstützt.
Von 18. bis 20. März 2026 fand an der Landesfeuerwehrschule in Telfs der diesjährige Flughelferlehrgang statt. Vier Teilnehmer aus dem Bezirk Reutte nahmen daran teil. Besonders hervorzuheben ist die Mitwirkung von Mathias PUERSTL, Sachgebietsleiter für Vegetationsbrandbekämpfung und Flugdienst, der maßgeblich an der Vorbereitung des Lehrgangs beteiligt war.
Ein besonderes Highlight war die Teilnahme des in Ehenbichl stationierten Notarzthubschraubers RK2 der ARA-Flugrettung, der mit seiner Winde wertvolle praktische Ausbildungsanteile ermöglichte. Ein herzliches Dankeschön an die gesamte Crew für die professionelle und hervorragende Zusammenarbeit.
Umfangreiche Theorie und intensive Praxis
Der Lehrgang ist für alle Flughelfer verpflichtend und muss regelmäßig absolviert werden. Neben einem fundierten Theorieteil – darunter Aerodynamik, Leistungsgrenzen und Gefahren im Umgang mit Hubschraubern – lag der Schwerpunkt klar auf der praxisnahen Ausbildung direkt am Gerät.
Geschult wurden unter anderem:
Öffnen und Schließen der Hubschraubertüren
Sicheres Ein- und Aussteigen
Umgang mit dem Lasthaken
Personentransport am Tau und mit der Winde
Material- und Löschwassertransporte
Einweisung mittels Handzeichen und Funk
Dank an alle Beteiligten
Ein großes Dankeschön gilt allen beteiligten Hubschrauberbetreibern – ARA-Flugrettung, Wucher Helicopter, Heli Austria und der Flugpolizei. Ebenso bedanken wir uns bei den Piloten, Crewmitgliedern und allen Mitwirkenden, die durch ihre Professionalität und ihr Engagement einen sicheren und äußerst lehrreichen Lehrgang ermöglicht haben.
Am Freitag, den 20. März 2026, wurde es gegen 11.25 Uhr ernst – zumindest im Übungsszenario: In der Mittelschule Tannheim ging eine groß angelegte Gemeinschaftsübung über die Bühne. Mit dabei: alle Feuerwehren des Abschnitts Tannheimer Tal.
Im Fokus der „Talprobe“ stand die realitätsnahe Evakuierung im Brandfall. Unter anspruchsvollen Bedingungen rückten gleich fünf Atemschutztrupps ins Gebäude vor, während zahlreiche Klassen das Schulhaus eigenständig über die vorgesehenen Fluchtwege verließen. Parallel dazu wurden weitere Schülerinnen und Schüler spektakulär mithilfe von Steckleitern und der Drehleiter Tannheim ins Freie gebracht. Insgesamt konnten rund 120 Personen erfolgreich „gerettet“ werden.
Ein besonderes Highlight war auch der Einsatz der abschnittsübergreifenden Lageführung, die seit dem Vorjahr besteht. Das Team nutzte die Übung optimal, um ein praxisnahes Szenario zu trainieren. Zusammengesetzt aus Feuerwehrkameradinnen und -kameraden aller Ortsfeuerwehren im Tal, arbeitet die Einheit mit modernem Equipment, das bei der Feuerwehr Zöblen stationiert ist und im Ernstfall mit dem LAST-Fahrzeug direkt an die Einsatzstelle gebracht wird.
Die Talübung zeigt eindrucksvoll, wie wichtig Zusammenhalt und gemeinsames Üben ist, um im Ernstfall als starke Einheit zu funktionieren.
Am Donnerstagabend, den 19. März 2026, trafen sich die Lageführungsfeuerwehren des Bezirks Reutte bei der Feuerwehr Höfen zum zweiten Vernetzungstreffen. Im Mittelpunkt stand dabei klar die Lageführung bei Einsätzen. Aus dem Bezirksfeuerwehrverband standen unterstützend Bezirksfeuerwehrinspektor Wolfgang SCHEUCHER sowie das Team der Bezirkszentrale Reutte beratend zur Seite.
Die teilnehmenden Lageführungsfeuerwehren tauschten sich intensiv über ihre Abläufe, Führungsstrukturen und eingesetzten Systeme in der Lageführung aus. Anhand der vorhandenen Ausrüstung wurden Möglichkeiten aufgezeigt, wie Einsatzlagen strukturiert erfasst, bewertet und koordiniert werden können. Ein besonderer Fokus lag auf der Vereinheitlichung von Arbeitsweisen sowie der Frage, welche technische Ausstattung eine effiziente und übergreifende Lageführung im Bezirk bestmöglich unterstützt.
Ziel solcher Vernetzungstreffen ist es, die Zusammenarbeit in der Einsatzführung weiter zu stärken und eine einheitliche, schlagkräftige Lageführung über alle Abschnitte hinweg sicherzustellen.
Am 12. und 13. März 2026 fand an der Landesfeuerwehrschule in Telfs ein bundesweit besuchtes Führungsseminar für Feuerwehrführungskräfte statt. Durchgeführt wurde die Fortbildung von der Österreichischen Feuerwehr- und Katastrophenschutzakademie.
Das Seminar diente dazu, Wissen zu vertiefen, neue Impulse für den eigenen Verantwortungsbereich zu gewinnen und den Austausch unter Führungskräften zu stärken. Im Mittelpunkt stand das Thema „Führen über Generationen hinweg“. Dabei setzten sich die Teilnehmer mit den Werten und Erwartungen verschiedener Generationen auseinander und reflektierten ihr Führungsverhalten. Auch die Auswirkungen der Generationenvielfalt auf das Ehrenamt wurden intensiv diskutiert.
Landesfeuerwehrkommandant Jakob UNTERLADSTÄTTER konnte über 90 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Tirol sowie aus mehreren weiteren Bundesländern begrüßen – darunter aus Oberösterreich, Niederösterreich, Kärnten, Salzburg, Vorarlberg und dem Burgenland.
Aus dem Bezirk Reutte nahmen die Abschnittskommandanten ABI Michael KLOTZ (AK-Tannheim) und ABI Alexander AMMANN (AK-Reutte), Schriftführer BV Nicolas TRÖBER, Bezirksfeuerwehrkommandant OBR Dietmar BERKTOLD sowie Bezirksfeuerwehrinspektor Wolfgang SCHEUCHER teil.
Am 07. März 2026 kam es auf der B179 Fernpassstraße im Bereich Lähn-Wengle zu einem Verkehrsunfall zwischen einem PKW und einem Reisebus. Der genaue Unfallhergang ist derzeit Gegenstand polizeilicher Ermittlungen.
Aufgrund der ersten Meldung „PKW gegen Bus“ wurden neben der Feuerwehr Lähn-Wengle auch die Feuerwehr Lermoos mit der Bergeschere sowie die Feuerwehr Reutte mit dem Schweren Rüstfahrzeug (SRF) und dem Gefahrengutfahrzeug (GGF) alarmiert.
Die Einsatzkräfte befreiten die im PKW eingeschlossenen Personen und unterstützten gleichzeitig bei der Betreuung der zahlreichen Businsassen. Während des Unfallgeschehens wurde der Dieseltank des Reisebusses beschädigt, wodurch eine größere Menge Treibstoff austrat. Die Feuerwehren verhinderten eine weitere Ausbreitung, indem der auslaufende Diesel gebunden und aufgefangen wurde.
Neben den Feuerwehren standen auch das Rote Kreuz Reutte mit Einsatzleiter, drei Rettungswagen (RTW) und einem Notarzteinsatzfahrzeug (NEF) im Einsatz. Zur weiteren medizinischen Versorgung wurde zudem der Notarzthubschrauber Christophorus 5 angefordert. Auch die Straßenmeisterei Reutte sowie Führungskräfte des Bezirksfeuerwehrverbandes unterstützten die Maßnahmen vor Ort und sorgten für einen reibungslosen Ablauf der Einsatzarbeiten.
Am 20. und 21. Februar 2026 fand an der Landes-Feuerwehrschule Tirol in Telfs die 4. Funk-Leistungsprüfung (FULA) statt. Zahlreiche Feuerwehrmitglieder aus dem Bezirk Reutte stellten sich dieser anspruchsvollen Überprüfung. Die Kameraden präsentierten damit eindrucksvoll ihr fundiertes Wissen sowie ihre hohe fachliche Kompetenz im Bereich des Digitalfunks.
Der professionelle Umgang mit dem Digitalfunk ist im modernen Feuerwehrwesen unverzichtbar und bildet eine wesentliche Grundlage für einen koordinierten und reibungslosen Einsatzablauf. Im Rahmen der Leistungsprüfung sind mehrere Stationen zu absolvieren, bei denen sowohl theoretische Kenntnisse als auch praktisches Arbeiten gefordert werden.
Stufe Bronze:
Gerätekunde
Erstellen und Weitergeben einer Nachricht
Übermitteln einer Nachricht
Funker im Einsatz in der Florianstation
Fragen aus dem Funkwesen
Stufe Silber:
Lotsendienst
Erstellen und Weitergeben einer Nachricht
Übermitteln einer Nachricht
Funker im Gefahrenguteinsatz (Florianstation)
Fragen aus dem Funkwesen
Besonderes Augenmerk liegt auf der korrekten Anwendung der Funkordnung, einer präzisen Ausdrucksweise sowie einer raschen und sicheren Arbeitsweise. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer müssen ihre Aufgaben unter Zeitdruck konzentriert und möglichst fehlerfrei bewältigen.
Am Freitag wurde die Leistungsprüfung in der Stufe Bronze durchgeführt, am Samstag folgte die Stufe Silber. Insgesamt absolvierten zwei Teilnehmerinnen und 13 Teilnehmer die Leistungsprüfung in Bronze, weitere sieben Teilnehmer traten erfolgreich in der Stufe Silber an.
Die hervorragenden Leistungen bestätigen einmal mehr den hohen Ausbildungsstand sowie die kontinuierliche und qualitätsvolle Schulungsarbeit der Feuerwehren im Bezirk
Reutte. Eine verlässliche und professionelle Einsatzkommunikation ist ein entscheidender Faktor für die Sicherheit der Einsatzkräfte und den Einsatzerfolg.
Ein ganz besonderer Dank gilt unseren Bewertern und Ausbildern des Bezirkes Reutte, die mit ihrer hohen fachlichen Kompetenz und ihrem engagierten Einsatz maßgeblich dazu beigetragen haben, dieses hervorragende Ergebnis zu ermöglichen.
Der Bezirksfeuerwehrverband Reutte gratuliert allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern ganz herzlich zur erfolgreich absolvierten Funk-Leistungsprüfung und bedankt sich für ihr Engagement sowie ihre Bereitschaft zur laufenden Weiterbildung im Dienste der Allgemeinheit.
Am 6. Februar 2026 zeichnete der Landes-Feuerwehrverband Tirol gemeinsam mit dem Land Tirol und der Wirtschaftskammer Tirol insgesamt 15 Unternehmen als Feuerwehrfreundliche Arbeitgeber aus. Die Ehrung würdigt Betriebe, die das ehrenamtliche Engagement ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei den freiwilligen Feuerwehren aktiv unterstützen.
Die Auszeichnungen wurden von Landes-Feuerwehrkommandant Jakob Unterladstätter, seinem Stellvertreter Hannes Mayr, Landes-Feuerwehrinspektor Rene Staudacher, Sicherheitslandesrätin Astrid Mair sowie WK-Bezirksobfrau Rebecca Kirchbaumer überreicht.
Wichtiger Beitrag zur Einsatzbereitschaft und Sicherheit
Tirols Feuerwehren werden täglich rund 50 Mal alarmiert – viele Einsätze finden während der regulären Arbeitszeit statt. Arbeitgeber, die ihre Mitarbeitenden für Einsätze freistellen und darüber hinaus Schulungen, Übungen, Infrastruktur oder finanzielle Unterstützung ermöglichen, leisten einen entscheidenden Beitrag zur Einsatzbereitschaft der 336 freiwilligen Feuerwehren in Tirol.
Vertreterinnen und Vertreter von Land Tirol, Feuerwehr und Wirtschaft betonten die große Bedeutung dieses Engagements. Feuerwehrfreundliche Unternehmen übernehmen gesellschaftliche Verantwortung, stärken das Ehrenamt und tragen durch vorbeugenden Brandschutz sowie die Unterstützung der Feuerwehren aktiv zur Sicherheit im Land bei.
Mehrwert für die Betriebe
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich ehrenamtlich in der Feuerwehr engagieren, zeichnen sich durch hohe Zuverlässigkeit, fundierte Ausbildung und ausgeprägte Entscheidungsstärke aus – Kompetenzen, von denen auch die Betriebe unmittelbar profitieren.
Im Bezirk Reutte wurden die Unternehmen Multivac Maschinenbau Gesellschaft m.b.H. & Co. KG aus Lechaschau sowie die Zitt – Transporte Erdbau GmbH & Co. KG aus Grän ausgezeichnet. An der Verleihung nahmen Vertreter der jeweiligen Feuerwehren, der Abschnitte sowie des Bezirksfeuerwehrkommandos Reutte teil.
Der Bezirksfeuerwehrverband Reutte gratuliert den ausgezeichneten Betrieben sehr herzlich und bedankt sich für die wertvolle Unterstützung des Feuerwehrwesens sowie des ehrenamtlichen Engagements der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Bilder: FF Reutte
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